Meilensteine
Von den Hamburger Anfängen in der Elbstraße bis zu den innovativen und nachhaltigen metallurgischen Lösungen, die Aurubis heute auszeichnen. Eine Unternehmensgeschichte, die sich stets den Herausforderungen der Zeit anpasst.
Einen umfassenden historischen Rückblick auf die Aurubis Geschichte erhalten Sie hier:
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Unternehmenschronik 1866–2016: Die Geschichte des Kupferkonzerns
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1770 – Inbetriebnahme des Silber-Scheid-und Schmelzofens
Marcus Salomon Beit wird die Genehmigung zur Inbetriebnahme eines "Silber-Scheid- und Schmelzofens" in der Hamburger Elbstraße erteilt. Damit ist der erste Vorläufer von Aurubis gegründet.
1787 – Das Unternehmen Gold- und Silberscheider
Gemeinsam mit seinem Bruder Raphael Salomon führt Marcus Salomon Beit das Unternehmen unter dem Namen Gold- und Silberscheider.
1824 – Ein neuer Prozess der Metallscheidung - Affinieren
Raphael Salomon Beit führt die nasse Edelmetallscheidung von Gold und Silber mit Hilfe von Schwefelsäure ein. Der neue Prozess wird »Affinieren« genannt. Durch diesen neuen Prozess der Metallscheidung entwickelt sich der Betrieb in den Folgejahren zu einem »kombinierten Kupfer-Blei-Edelmetall-Hüttenbetrieb«.
1846 – Gründung des Elbkupferwerks
Der Sohn von Raphael Salomon Beit, Lipmann Raphael, und der Hamburger Reeder Johann Cesar Godeffroy gründen gemeinsam mit dem Kaufmann Siegmund Robinow das Elbkupferwerk auf der Elbinsel Steinwerder. Es soll auch Kupfererze aus Übersee verarbeiten.
1857 – Die Elbhütten-Affinir- und Handelsgesellschaft
Zusammenschluss des Elbkupferwerks auf Steinwerder und L.R. Beit & Co. in der Elbstraße zur Elbhütten-Affinir- und Handelsgesellschaft.
1866 – Gründung der Norddeutschen Affinerie AG
Gründung der Norddeutschen Affinerie AG, deren Vorsitzender Dr. Ferdinand Beit wird.
1876 – Die erste vollkontinuierlich arbeitende Kupferelektrolyse
Dr. Emil Wohlwill, Chefchemiker des Unternehmens, erfindet die erste vollkontinuierlich arbeitende Kupferelektrolyse.
1908 – Baustart auf der Peute
Baustart für ein neues Werk auf der Elbinsel Peute aufgrund von Platzmangel in der Elbstraße.
1909 – Beginn des Umzugs auf die Peute
Beginn des Umzugs aller Betriebe auf die Peute. In der Folge wird das alte Stammwerk der Beits in der Elbstraße abgerissen.
1910 – Einstieg der ersten Großaktionäre
Die Frankfurter Metallbank und Metallurgische Gesellschaft sowie die Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt vormals Roessler AG (Degussa) steigen als Großaktionäre ein.
1944 – Kriegsbedingte Stilllegung der Produktion
Große Schäden an den Werksanlagen im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerangriffe. Weitgehende Stilllegung der Produktion bis zum Kriegsende. Weitere Informationen über die Zeit des 2. Weltkriegs finden Sie hier in unserer Unternehmenschronik.
1948 – Wiederaufnahme der Produktion
Schnelle Aufnahme der Produktion nach Kriegsende. Alle wesentlichen Anlagen sind wieder in Betrieb, darunter die Gold-, Silber- und die Wismut-Elektrolyse.
1949 – Übernahme der Pflanzenschutz Urania GmbH
Übernahme der Pflanzenschutz Urania GmbH.
1966 – 100jähriges Jubiläum
Das Unternehmen feiert sein 100jähriges Bestehen.
1974 – Übernahme der Retorte GmbH
Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der Retorte Ulrich Scharrer GmbH in Röthenbach/Pegnitz, einem Hersteller von Selenprodukten für die Glas- und Futtermittelindustrie.
1975 – Joint Venture mit Codelco
Joint Venture mit dem chilenischen Kupfererzeuger Codelco und den Hüttenwerken Kayser (HK) aus Lünen führt zur Gründung der Deutschen Giessdraht GmbH in Emmerich am Rhein
1998 – Börsengang der Norddeutschen Affinerie AG
Börsengang der Norddeutschen Affinerie AG, erster Ausgabekurs 25 Deutsche Mark.
2000 – Übernahme der Hüttenwerke Kayser AG
Übernahme der Hüttenwerke Kayser AG in Lünen, einem Unternehmen zur Verarbeitung von silber-, kupfer- und zinnhaltigen Rückständen aus der industriellen Produktion.
2002 – Übernahme der Prymetall GmbH & Co. KG
Übernahme der Prymetall GmbH & Co. KG, einem Hersteller von Walz- und Ziehprodukten aus Kupfer und Kupferlegierungen sowie deren 50%ige Beteiligung an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, in Stolberg.
2008 – Übernahme des Kupferproduzenten Cumerio
Übernahme des belgischen Kupferproduzenten Cumerio. Die Schmelze in Pirdop (BG), die Raffination in Olen (BE), die Gießwalzdrahtproduktion in Olen und Avellino (IT) sowie die Herstellung von Spezialprofilen in Yverdon-les-Bains (CH) werden in den Konzern eingegliedert.
2009 – Umbenennung in Aurubis AG
Umbenennung in Aurubis AG. Das Unternehmen ist nicht länger eine norddeutsche Affinerie, denn es besitzt nun Standorte in fünf europäischen Ländern.
2011 – Erwerb der britischen Luvata-Gruppe
Zukauf der Rolled Products Division (RPD) der britischen Luvata-Gruppe: Produktionsstandorte in Buffalo (USA), Finspång (SE), Pori (FI), Zutphen (NL) sowie Schneidcenter in Birmingham (GB), Dolný Kubín (SL), Mortara (IT). Durch den Standort Buffalo ist es der erste Schritt in Richtung Internationalisierung außerhalb von Europa.
2016 – 150jähriges Jubiläum
Die Aurubis AG feiert ihr 150jähriges Bestehen.
2018 – Übernahme Deutsche Gießdraht GmbH
- Vollständige Übernahme der Deutsche Gießdraht GmbH in Emmerich.
2018 – Start Industriewärmeprojekt
- Start der größten deutschen Industriewärmeversorgung am Standort Hamburg in Kooperation mit dem Energiedienstleistungsunternehmen enercity: CO2-freie Industriewärme für Hamburger Haushalte aus einem Nebenprozess der Kupferproduktion.
2020 – Erwerb der Metallo-Gruppe
Erwerb der belgisch-spanischen Metallo-Gruppe mit den Standorten Beerse (BE) und Berango (ES). Konsequente Fortführung der Wachstumsstrategie durch Stärkung des Recycling-Portfolios.
2021 – Reduzierung diffuser Emissionen (RDE) in Hamburg
Inbetriebnahme eines neuen, innovativen Anlagensystems mit Feinstfiltern und hochmoderner Anlagentechnik zur Reduzierung Diffuser Emissionen (RDE) in der Primärkupfererzeugung am Standort Hamburg.
2021 – Photovoltaikanlage in Pirdop
Auf dem Weg zur Dekarbonisierung: Baustart der größten unternehmenseigenen Photovoltaikanlage am Standort Pirdop in Bulgarien als Teil des strategischen Ziels, eine klimaneutrale Produktion zu erreichen.
2021 – Testreihe zur Produktion von Kupferanoden mit Wasserstoff
Produktion von Kupferanoden mit Wasserstoff: Start einer Testreihe im industriellen Maßstab im Werk Hamburg.
2021 – Strategische Neuausrichtung des Konzerns
Neuausrichtung der Unternehmensstrategie mit dem Ziel, das Kerngeschäft auf die Primärkupfererzeugung, das Recycling und das Multimetall-Portfolio zu fokussieren.
Mehr Informationen zu unserer Unternehmensstrategie finden Sie hier.
2022 – Teilverkauf der Flachwalzsparte Flat Rolled Products
Teilverkauf der Flachwalzsparte Flat Rolled Products (FRP) im Sinne der neuen Unternehmensstrategie. Der Verkauf betrifft das Werk Zutphen und die Schneidcenter Birmingham, Dolný Kubín, Mortara.
2022 – Ausbau Kompetenzen im Wachstumsfeld Batterierecycling
Für das Batterierecycling errichtet Aurubis eine Pilotanlage im Werk Hamburg zur Verarbeitung von Schwarzer Masse aus Lithium-Ionen-Batterien.
2022 – Baustart eines neuen Recyclingwerkes in Georgia (USA)
Spatenstich und Baustart eines neuen Recyclingwerkes in Richmond, Georgia (USA). Das erste Greenfield-Projekt von Aurubis in Übersee und das erste Multimetall-Recyclingwerk, das in den USA entsteht.
2022 – Bau einer neuen Recyclinganlage am Standort Beerse (Belgien)
Baubeginn einer neuen Recyclinganlage am Standort Beerse in Belgien: Die hochmoderne hydrometallurgische ASPA-Anlage (Advanced Sludge Processing by Aurubis) wird zur schnelleren Ausbringung von Edelmetallen wie Gold und Silber und eine erhöhte Rückgewinnung von Zinn aus Anodenschlämmen führen.
2022 – Erstmaliger Einsatz von blauem Ammoniak in der Kupferdrahtherstellung
Start einer Testreihe für den Einsatz von blauem Ammoniak in der Kupferdrahtherstellung am Standort Hamburg. Erste Lieferung von blauem, kohlenstoffarmen Ammoniak aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.
2023 – Baubeginn einer neuen Recyclinganlage am Standort Olen (Belgien)
Baubeginn einer neuen Recyclinganlage am Standort Olen in Belgien zur Erhöhung der Recyclingkapazität: In der hochmodernen und energieeffizienten Anlage BOB (Bleed treatment Olen Beerse) sollen künftig die wichtigen Industriemetalle Nickel und Kupfer aus dem Elektrolytstrom (Bleed) zurückgewonnen werden.